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Vergleich

RTK oder Kamera: welche Navigation passt?

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Wer einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel sucht, stößt schnell auf zwei Begriffe: RTK und Kamera (oft Vision genannt). Beide ersetzen das Kabel im Boden, arbeiten aber völlig unterschiedlich. Dieser Vergleich erklärt, wie die Systeme funktionieren, wo sie Stärken und Grenzen haben und welche Gartenform zu welcher Technik passt. Am Ende finden Sie eine Entscheidungshilfe und Hinweise zu Mischsystemen mit LiDAR.

So funktioniert RTK

RTK steht für Real Time Kinematic. Der Mähroboter empfängt Signale von Satelliten (GPS, Galileo, Beidou, GLONASS) und bekommt zusätzlich ein Korrektursignal. Das kommt entweder von einer eigenen Referenzstation im Garten, aus dem Mobilfunknetz (NetRTK) oder aus einer Cloud. Mit dieser Korrektur lässt sich die Position auf wenige Zentimeter genau bestimmen, weit genauer als mit einem Navi im Auto.

Die Genauigkeit hängt vom freien Blick zum Himmel ab. Je mehr Satelliten der Roboter und die Station gleichzeitig sehen, desto stabiler ist die Position. Dichte Kronen, hohe Hauswände und Carports schwächen das Signal. Bei vielen Modellen gleicht dann eine zweite Sensorik aus, etwa Kamera oder Radmessung, das Verhalten ist aber je nach Hersteller verschieden. Die Details stehen im Handbuch des jeweiligen Modells.

So funktioniert Kameranavigation

Bei Vision-Systemen filmt eine Kamera am Gerät laufend den Rasen und die Umgebung. Eine Software erkennt Gras, Wege, Beete und Hindernisse und leitet daraus die Position ab. Es braucht keine Antenne und keine Station, nur die Ladestation und die App. Viele Anbieter werben außerdem mit KI-Hinderniserkennung für Dinge wie Spielzeug oder Gartenschläuche.

Die Grenze der Technik ist das Licht. Bei sehr schwachem Licht, starkem Gegenlicht oder Regen auf der Linse kann die Erkennung schlechter werden. Gleichförmige Flächen ohne Merkmale sind für Kameras ebenfalls schwieriger als eine Umgebung mit klaren Strukturen. Prüfen Sie in den Herstellerangaben, ob und wie das Modell bei Dämmerung arbeitet.

Der direkte Vergleich

Die Tabelle zeigt typische Eigenschaften der Technik, keine Aussagen über einzelne Geräte. Entscheidend ist am Ende, wie ein bestimmtes Modell beides umsetzt.

Welche Gartenform zu welcher Technik passt

Offene, große Rasenflächen mit wenigen Bäumen sind das Revier von RTK. Die Genauigkeit zahlt sich besonders bei langen, geraden Bahnen aus und bei Flächen, die in mehrere Zonen geteilt sind. Auch an Hängen ist die präzise Position hilfreich, weil der Roboter Bahnen sauber abfahren kann.

Verwinkelte Reihenhausgärten mit Hecken, Bäumen und überdachtem Sitzplatz kommen mit Kameranavigation oft besser zurecht, weil sie vom Himmelsblick unabhängig ist. Wer beides hat, etwa einen offenen Rasen mit einzelnen Abschattungen, ist mit einem Mischsystem gut bedient. Unser Ratgeber zu Mährobotern mit RTK und GPS und der Ratgeber zu Mährobotern mit Kamera zeigen passende Modelle mit ihren Listing-Angaben.

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Mischsysteme und LiDAR

Einige Hersteller kombinieren RTK und Kamera. In den Listings heißt das zum Beispiel RTK plus Vision, damit der Roboter unter Bäumen seine Position über das Kamerabild stützt. Andere Modelle setzen auf LiDAR, einen Laserscanner, der die Umgebung dreidimensional erfasst und weder Satelliten noch Tageslicht braucht. LiDAR-Geräte werben deshalb oft damit, ohne Antenne und Station auszukommen.

Mischsysteme sind meist komplexer und teurer in der Entwicklung, bieten aber mehr Reserven, wenn der Garten nicht eindeutig zu einer Technik passt. Entscheidend ist, was das Listing und das Handbuch zur Funktion unter Bäumen und bei Dunkelheit sagen.

Einrichtung und Alltag

Bei RTK müssen Sie eine Station oder Antenne passend aufstellen. Wie das geht, erklärt der Beitrag RTK-Referenzstation richtig aufstellen. Danach wird der Rand per App kartiert. Bei Kamerasystemen steht die Ladestation, und der Roboter lernt den Garten beim ersten Rundgang.

Für beide Wege gilt: Die Ladestation braucht einen guten Platz, lesen Sie dazu Ladestation für den Mähroboter platzieren. Die allgemeine Reihenfolge der ersten Inbetriebnahme steht in Mähroboter einrichten. Wer unsicher ist, ob ein Kabel nicht doch die ruhigere Lösung wäre, findet im Vergleich Begrenzungskabel oder kabellos die Abwägung.

Hinweis:Sicherheit: Messer laufen auch bei Hinderniserkennung. Kinder und Haustiere gehören nicht auf den Rasen, solange der Roboter mäht. Heben Sie das Gerät nie an, ohne es vorher auszuschalten, und halten Sie Hände und Füße von den Klingen fern. Lassen Sie den Roboter möglichst nicht in der Dämmerung oder nachts mähen, wenn Igel und andere Tiere unterwegs sind.

Häufige Fragen

Ist RTK genauer als Kamera? Bei der Positionsbestimmung ist RTK bei freiem Himmel sehr genau. Eine Kamera orientiert sich dagegen am Bild und braucht keine Satelliten. Welche Lösung im Alltag sauberer arbeitet, hängt von Garten und Modell ab.

Brauche ich bei RTK immer eine Antenne? Nicht immer. Einige Geräte nutzen ein Mobilfunk-Korrektursignal oder eine Cloud, andere eine eigene Station. Was das gewählte Modell braucht, steht im Listing und im Handbuch.

Was ist besser unter Bäumen? Kameras und LiDAR hängen nicht vom Himmelsblick ab und sind darum unter Bäumen meist im Vorteil. Reine RTK-Modelle brauchen freie Bereiche oder eine ergänzende Sensorik.

Kann ich später wechseln? Ein Wechsel der Navigation bedeutet in der Regel ein neues Gerät, weil Sensorik und Software fest verbaut sind.

Was Sie dafür brauchen