Zum Inhalt springen

Anleitung

Mähroboter-Akku pflegen und wechseln

Veröffentlicht am

Hinweis: Diese Seite enthält Werbelinks (Affiliate-Links) zu Amazon. Kaufen Sie über einen solchen Link, erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu

Der Akku ist das teuerste Verschleißteil im Mähroboter und bestimmt, wie lange das Gerät pro Ladung arbeitet. Mit richtiger Pflege hält er deutlich länger. Diese Anleitung erklärt, wie Lithium-Ionen-Akkus altern, wie Sie sie im Betrieb und Winter schonen, woran Sie einen Defekt erkennen und wie ein Tausch abläuft. Herstellerangaben zu Typ und Ersatzteilen gehen den allgemeinen Hinweisen hier vor.

Wie lange hält ein Mähroboter-Akku?

Die Lebensdauer wird in Ladezyklen gemessen. Ein Zyklus ist eine vollständige Ladung und Entladung. Bei Lithium-Ionen-Akkus sind mehrere hundert Zyklen üblich, danach sinkt die Kapazität spürbar. Im Alltag ergeben sich daraus oft einige Jahre, je nach Fläche, Mähzeit und Pflege.

Die Zahlen schwanken stark. Hitze, Tiefentladung und dauerhaftes Laden bei hoher Spannung verkürzen die Lebensdauer. Eine pauschale Angabe in Jahren ist deshalb nur eine grobe Orientierung. Genauere Angaben finden Sie in den Unterlagen Ihres Herstellers.

Akku im Betrieb schonen

Der Roboter lädt sich selbst nach. Sorgen Sie dafür, dass die Station an einem schattigen, belüfteten Ort steht, damit der Akku nicht überhitzt. Direkte Sonne auf die Station und den Roboter im Hochsommer belastet die Zellen.

Vermeiden Sie, dass der Roboter regelmäßig leer fährt und mit leerem Akku stehen bleibt. Eine ausreichend große Reserve in der Flächenplanung hilft, weil der Roboter dann nicht ständig am Limit arbeitet. Den passenden Zuschnitt prüfen Sie mit dem Mähroboter-Finder.

Akku im Winter richtig lagern

Für die Winterpause gilt: kühl, trocken und frostfrei lagern, möglichst bei Zimmertemperatur bis etwa 15 Grad, und teilgeladen. Viele Hersteller geben einen Ladezustand von etwa 50 bis 70 Prozent an, doch der genaue Wert steht im Handbuch. Kontrollieren Sie den Akku alle paar Wochen.

Die komplette Checkliste liefert der Beitrag Mähroboter einwintern und lagern.

Anzeichen für einen defekten Akku

Typische Hinweise sind deutlich kürzere Laufzeiten, häufiges Zurückfahren zur Station, lange Ladezeiten, Fehlermeldungen zum Akku oder ein Roboter, der sich nicht mehr einschalten lässt. Ein aufgeblähtes Gehäuse ist ein Warnzeichen. In diesem Fall nehmen Sie das Gerät außer Betrieb und lassen den Akku fachgerecht prüfen.

Bevor Sie den Akku tauschen, schließen Sie andere Ursachen aus: verschmutzte Ladekontakte, ein defektes Netzteil oder ein Kabelbruch an der Station. Ein Roboter, der die Station nicht findet, hat meist ein anderes Problem, siehe Mähroboter findet die Ladestation nicht.

Hinweis:Sicherheit: Aufgeblähte, beschädigte oder heiße Akkus nicht weiter laden oder benutzen. Defekte Lithium-Akkus gehören nicht in den Hausmüll, sondern zur Rücknahmestelle im Handel oder zum Wertstoffhof.

Akku wechseln: so gehen Sie vor

Der Tausch ist bei vielen Modellen für Laien machbar, bei anderen Sache des Fachhändlers. Wenn die Garantie noch läuft, klären Sie vorher, ob ein Eigentausch sie berührt.

  1. 1

    Roboter ausschalten und von der Station nehmen

  2. 2

    Gerät auf eine saubere, ebene Fläche legen

  3. 3

    Abdeckung öffnen, Schrauben lösen

  4. 4

    Stecker abziehen, alten Akku entnehmen

  5. 5

    Neuen Akku einsetzen, Stecker auf richtige Polung prüfen

  6. 6

    Abdeckung schließen, Dichtungen kontrollieren

  7. 7

    Roboter laden, Funktion testen

Welcher Ersatzakku passt?

Verwenden Sie nur Akkus, die für Ihr Modell freigegeben sind. Bauform, Spannung, Kapazität und Steckertyp müssen stimmen. Billige Nachbauten ohne Schutzschaltung können Schäden und Brände verursachen. Orientieren Sie sich an der Modellbezeichnung auf dem Typenschild und an Angaben des Herstellers.

Beim Neukauf eines Roboters lohnt ein Blick darauf, wie leicht der Akku austauschbar ist. Der Vergleich beste Mähroboter hilft bei der Auswahl.

Alter Akku, neues Gerät?

Wenn Roboter, Station und Software ohnehin in die Jahre gekommen sind, kann ein Neugerät sinnvoller sein als ein Akkutausch. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Navigation veraltet ist. Wer eine neue Technik möchte, vergleicht etwa Mähroboter ohne Begrenzungskabel.

Nehmen Sie bei der Entscheidung Fläche und Hang in den Blick. Größere Flächen verlangen mehr Kapazität. Für kleine Gärten genügen kleinere Akkus, siehe Mähroboter für kleine Gärten.

Ladeverhalten und Temperatur

Lithium-Ionen-Akkus laden am besten bei gemäßigten Temperaturen. Viele Geräte laden bei Frost oder großer Hitze nicht oder nur eingeschränkt, um den Akku zu schützen. Das ist kein Defekt, sondern eine Schutzfunktion. Stellen Sie die Station im Sommer in den Schatten und sorgen Sie für Luftzirkulation.

Lassen Sie den Roboter in der Saison grundsätzlich in der Station stehen, wenn er nicht mäht. So bleibt der Akku auf einem guten Ladezustand und der Roboter ist startbereit. Nur bei längerer Abwesenheit im Winter ist die Entnahme sinnvoll. Wer im Urlaub ist, kann den Zeitplan unverändert lassen.

Kapazität und Fläche: Wann der Akku zu klein ist

Nicht jedes Laufzeitproblem ist ein Akkudefekt. Ist der Rasen größer geworden oder wächst das Gras im Frühjahr schnell, braucht der Roboter mehr Zeit. Mit dem Mähzeit-Rechner prüfen Sie, ob die geplanten Stunden zur Fläche passen. Wenn die Rechnung nicht aufgeht, hilft ein Modell für größere Flächen, siehe Mähroboter für große Flächen.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich den Akku laden? Gar nicht manuell, der Roboter fährt selbst zur Station. Nur vor der Lagerung und nach längerer Pause laden Sie ihn bewusst.

Kann der Akku über den Winter in der Station bleiben? Das hängt vom Hersteller ab. Üblich ist die Lagerung des Roboters im Haus, nicht in der Station.

Reicht ein Ersatzakku von einem Drittanbieter? Nur wenn er ausdrücklich für Ihr Modell freigegeben ist. Achten Sie auf Schutzschaltung und Prüfzeichen.

Wie entsorge ich den alten Akku? Über die Rücknahme im Handel oder den Wertstoffhof, nie im Hausmüll.

Was Sie dafür brauchen