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Anleitung

Mähroboter einwintern und lagern

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Wenn die Saison endet, entscheidet die Winterpause über den Zustand im nächsten Frühjahr. Feuchtigkeit, Frost und ein dauerhaft leerer oder voller Akku sind die häufigsten Ursachen für Schäden. Diese Checkliste führt durch Reinigung, Akkulagerung, Ladestation und Stauraum. Genaue Vorgaben wie Ladezustand und Temperaturbereich stehen im Handbuch Ihres Modells und haben Vorrang vor den allgemeinen Hinweisen hier.

Wann einwintern?

Beenden Sie die Saison, wenn der Rasen nicht mehr wächst, meist im Spätherbst bei dauerhaft niedrigen Temperaturen. Wächst das Gras kaum noch, bringt weiteres Mähen wenig und belastet nur Akku und Messer. Bei starkem Laubfall sammeln Sie das Laub besser vorher ein.

Frost ist für Akku und Elektronik problematisch. Spätestens bei Dauerfrost gehört der Roboter ins Haus. Manche Hersteller erlauben die Lagerung der Station draußen, andere nicht. Das steht in der Anleitung.

Roboter gründlich reinigen

Vor der Lagerung reinigen Sie das Gerät. Schalten Sie es aus, ziehen Sie Handschuhe an und legen Sie es vorsichtig auf die Seite. Entfernen Sie Gras, Erde und Laub von Unterseite, Messerscheibe, Rädern und Gehäuse. Eine weiche Bürste und ein feuchtes Tuch genügen. Spritzen Sie nicht mit Hochdruck und tauchen Sie das Gerät nie ins Wasser.

Prüfen Sie dabei den Zustand der Messer und tauschen Sie abgenutzte aus. Das Vorgehen steht im Beitrag Mähroboter-Messer wechseln. Allgemeine Pflege erklärt Mähroboter reinigen und warten.

Hinweis:Sicherheit: Vor allen Arbeiten an der Unterseite das Gerät ausschalten und Messer sichern. Schnittfeste Handschuhe tragen, nie bei laufenden Messern arbeiten.

Akku richtig lagern

Die meisten Mähroboter nutzen Lithium-Ionen-Akkus. Diese mögen weder Tiefentladung noch dauerhaft volle Ladung bei hohen Temperaturen. Üblich ist die Lagerung bei teilgeladenem Zustand, oft etwa halb voll, an einem kühlen, trockenen und frostfreien Ort. Der genaue Wert steht im Handbuch.

Kontrollieren Sie den Akku in längeren Pausen alle paar Wochen. Fällt die Spannung zu tief, kann der Akku Schaden nehmen und sich nicht mehr laden lassen. Mehr zur Lebensdauer und zum Tausch finden Sie in Mähroboter-Akku pflegen und wechseln.

Ladestation und Kabel im Winter

Trennen Sie das Netzteil vom Strom und lagern Sie es trocken im Haus. Die Station selbst bleibt bei vielen Systemen im Garten oder wird abgeschraubt und eingelagert. Reinigen Sie die Ladekontakte mit einem trockenen Tuch oder feiner Schleifvlies-Pad, wenn sie oxidiert sind.

Bei Kabelmodellen kann das Begrenzungskabel im Boden bleiben. Kontrollieren Sie im Frühjahr die Verbindungen. Wie Verlegung und Abstände funktionieren, erklärt Begrenzungskabel verlegen. Bei kabellosen Modellen bleiben Referenzstation und Antenne nur dann draußen, wenn der Hersteller es erlaubt.

Lagerort und Schutz vor Feuchtigkeit

Ideal ist ein trockener, frostfreier Raum wie Keller, Hauswirtschaftsraum oder Werkstatt. Stellen Sie den Roboter auf die Räder, nicht auf die Seite, und decken Sie ihn gegen Staub ab. Achten Sie auf Schädlinge wie Mäuse, die Kabel annagen können.

Eine Garage kann geeignet sein, sofern sie frostfrei ist. Wer das Gerät im Alltag in einer Garage unterbringt, findet Hinweise im Beitrag Mähroboter-Garagen.

Software, Zugangsdaten und Dokumentation

Aktualisieren Sie die Firmware, bevor Sie das Gerät einlagern, und prüfen Sie, ob die App noch Zugriff hat. Notieren Sie PIN, WLAN-Daten und Kartenstand. Bei kabellosen Modellen speichern Sie die Karte in der App, falls Sie sie später brauchen.

Ein kurzer Zettel mit Datum der Einlagerung, Ladezustand und Tauschbedarf hilft im Frühjahr. Der Beitrag Mähroboter im Frühjahr startklar machen knüpft daran an.

Checkliste zum Abhaken

Die folgenden Schritte decken die Winterpause ab. Je nach Hersteller kommen weitere hinzu.

  1. 1

    Gerät ausschalten und von der Station nehmen

  2. 2

    Unterseite, Messer und Räder reinigen

  3. 3

    Messer prüfen und bei Bedarf tauschen

  4. 4

    Akku nach Herstellerangabe teilladen

  5. 5

    Netzteil abstecken und trocken lagern

  6. 6

    Ladekontakte säubern

  7. 7

    Roboter in frostfreien, trockenen Raum stellen

  8. 8

    Firmware aktualisieren und Daten notieren

Typische Fehler beim Einwintern

Der häufigste Fehler ist, den Roboter mit leerem Akku wochenlang liegen zu lassen. Die Tiefentladung kann den Akku dauerhaft schädigen. Ebenso ungünstig ist die Lagerung im ungeheizten Schuppen, wo Feuchtigkeit und Frost wirken. Auch ein Netzteil, das den ganzen Winter am Strom bleibt, birgt unnötige Risiken durch Überspannung und Feuchtigkeit.

Weitere Fehler sind eine nicht gereinigte Unterseite, aus der im Frühjahr Schimmel und Geruch aufsteigen, und das Vergessen von PIN und WLAN-Daten. Ein Foto der Einstellungen vor dem Abschalten erspart langes Suchen. Wer den Roboter im Winter weiter in der Station stehen lässt, riskiert außerdem Schäden durch Kondenswasser.

Rasen im Winter: Was ohne Roboter zu tun ist

Auch ohne Roboter braucht der Rasen im Spätherbst etwas Pflege. Sammeln Sie das Laub regelmäßig ein, damit der Boden nicht erstickt und Moos sich nicht ausbreitet. Ein letzter Schnitt vor dem Winter auf mittlere Höhe schützt vor Fäulnis unter hohem Gras.

Im Winter sollten Sie den gefrorenen Rasen möglichst nicht betreten. Planen Sie im Frühjahr einen Pflegedurchgang ein, bevor der Roboter wieder startet. Der Beitrag Mähroboter im Frühjahr startklar machen beschreibt den Wiedereinstieg.

Häufige Fragen

Kann der Roboter draußen überwintern? Das erlauben nur wenige Hersteller. Frost und Nässe schaden Akku und Elektronik. Lagern Sie ihn im Haus.

Soll der Akku voll geladen sein? Meist nicht. Lagern Sie ihn teilgeladen laut Handbuch, nicht leer und nicht dauerhaft voll.

Muss ich das Begrenzungskabel ausgraben? Nein, es kann im Boden bleiben. Prüfen Sie im Frühjahr Verbindungen und Signal.

Wie oft sollte ich im Winter nachsehen? Alle vier bis sechs Wochen reicht meist, um Ladezustand und Lagerort zu kontrollieren.

Was Sie dafür brauchen