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Ratgeber

Wie steil darf der Hang für einen Mähroboter sein?

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Prozent oder Grad, Herstellerangabe oder Alltag: Beim Hang gehen die Zahlen leicht durcheinander. Diese Seite erklärt, wie Prozent und Grad zusammenhängen, wie Sie die Steigung im Garten messen und warum die Herstellerangabe nicht für jede Stelle gilt. So wählen Sie ein Modell, das Ihren Hang bewältigt. Alle Werte sind Richtwerte, die Details stehen im Handbuch.

Prozent und Grad umrechnen

Die Steigung in Prozent ist der Höhenunterschied pro 100 Meter Strecke in der Waagerechten. 20 Prozent bedeuten also 20 Meter Höhe auf 100 Meter Länge. Den Winkel berechnen Sie mit dem Arkustangens des Verhältnisses.

Die Grafik und die Tabelle zeigen gängige Werte. Beachten Sie, dass Prozent und Grad nicht linear zusammenhängen: 100 Prozent sind 45 Grad.

Den Hang im Garten messen

Für die Messung brauchen Sie eine lange Wasserwaage oder ein gerades Brett, einen Zollstock und eine Markierung. Legen Sie das Brett waagerecht an den Hang, messen Sie die Länge der waagerechten Strecke und die Höhe bis zum Boden. Teilen Sie die Höhe durch die Länge und multiplizieren Sie mit 100.

Alternativ nutzen Sie eine Neigungsmesser-App am Smartphone, die den Winkel in Grad oder Prozent anzeigt. Messen Sie mehrere Stellen, denn die steilste Stelle entscheidet. Vermerken Sie auch, wo der Hang quer zur Fahrtrichtung liegt.

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    Brett oder Wasserwaage waagerecht an den Hang halten.

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    Waagerechte Länge messen, zum Beispiel 100 Zentimeter.

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    Höhe zum Boden messen, zum Beispiel 20 Zentimeter.

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    Höhe durch Länge teilen und mal 100 nehmen: 20 Prozent.

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    An mehreren Stellen wiederholen und den Höchstwert merken.

Herstellerangabe richtig einordnen

Die Angabe zur maximalen Steigung gilt für trockene, freie Rasenflächen mit frischem Schnitt. Bei Nässe, Laub, lockerem Boden und langem Gras ist sie geringer. Für den Randbereich entlang eines Begrenzungskabels nennen manche Hersteller niedrigere Werte, bei manchen Marken etwa 15 Prozent.

Als Faustregel gilt: Die angegebene Steigung sollte mindestens 25 Prozent über Ihrer steilsten Stelle liegen. Wer 30 Prozent Hang hat, wählt also ein Modell mit mindestens rund 38 Prozent. Der Mähroboter-Finder rechnet das für Sie.

Hinweis:Richtwert: Die 25-Prozent-Reserve ist eine Praxisregel, keine Herstellervorgabe. Im Zweifel fragen Sie den Hersteller.

Allradantrieb ab etwa 35 Prozent

Je steiler, desto wichtiger werden Traktion und Gewichtsverteilung. Allradmodelle (AWD) verteilen den Antrieb auf alle Räder und kommen mit Hängen besser zurecht. Ab etwa 35 Prozent Steigung wird ein Allradantrieb meist empfohlen.

Modelle mit Allradantrieb finden Sie im Ratgeber Mähroboter für Hang. Daneben sollten Sie auf Reifenprofil, Gewicht und Schwerpunkt achten. Zu glatte Räder und Nässe führen zu Rutschspuren, siehe Mähroboter bleibt hängen.

Sicherheit am Hang

Hänge sind für Roboter und Menschen riskant. Der Roboter kann seitlich abrutschen, bergab rutschen oder sich überschlagen. Kinder und Haustiere sollten sich bei laufendem Betrieb nicht in der Nähe aufhalten. Vermeiden Sie, an der Hangkante zu arbeiten, wenn das Gerät läuft.

Prüfen Sie die Kippschutz-Funktion, die die Messer stoppt, wenn das Gerät angehoben oder gekippt wird. Bei sehr steilen Flächen ist ein anderes Vorgehen, etwa eine Bepflanzung statt Rasen, oft sinnvoller. Der Hang sollte nicht nass sein, wenn der Roboter fährt, siehe Mähroboter bei Regen.

Hinweis:Sicherheit: Messer sind scharf. Nie in das laufende Gerät greifen. Am Hang niemals unter dem Roboter stehen.

Beispielrechnung für den eigenen Garten

Ihr Hang steigt auf drei Metern Länge um 90 Zentimeter, das sind 30 Prozent oder etwa 16,7 Grad. Mit 25 Prozent Reserve ergibt sich eine nötige Herstellerangabe von rund 38 Prozent. Ein Gerät mit 35 Prozent liegt knapp darunter, eines mit 40 Prozent darüber und wäre die bessere Wahl.

Prüfen Sie außerdem, ob der Hang gleichmäßig ist. Wellen, Kuhlen und Absätze verschlechtern die Traktion. In solchen Fällen planen Sie noch großzügiger oder sparen die schwierige Stelle aus. Den Zusammenhang mit der Fläche erklärt Welche Fläche schafft ein Mähroboter.

Einfluss von Rasenzustand und Jahreszeit

Im Frühjahr ist der Boden oft weich, im Herbst liegt nasses Laub. Beides verringert die Haftung und damit die nutzbare Steigung. Auch dichter, hoher Rasen bietet weniger Grip als kurz geschnittener. Wer den Roboter öfter und kürzer mähen lässt, hält die Fläche griffig.

Lose Erde, Moos und Sandflächen sind ebenfalls rutschig. Ein Rasen auf einer ebenen Untergrundschicht ohne Fahrspuren ist die beste Voraussetzung. Wie Sie Ihren Garten dafür vorbereiten, beschreibt Rasen für den Mähroboter vorbereiten.

Alternativen bei sehr steilen Flächen

Wo Rasen über 50 Prozent steigt, kommen Mähroboter an ihre Grenzen. Dort sind Bodendecker, Wiesen oder eine Terrassierung mit Stützmauern oft sinnvoller. Eine Wiese mit gelegentlicher Mahd kann ökologisch wertvoll sein und braucht keinen Roboter.

Planen Sie bei gemischten Gärten eine Aufteilung: Der Roboter mäht die flachen Bereiche, der Hang wird anders gepflegt. Mehr zur Flächenplanung steht in Engstellen, Zonen und Inseln.

Häufige Fragen

Gilt die Steigung auch quer zum Hang? Das hängt vom Modell. Die Querneigung ist oft kritischer. Fragen Sie nach, wenn Sie Querfahrten haben.

Wie steil darf der Hang mit Kabel sein? Im Randbereich gelten teils niedrigere Werte. Prüfen Sie die Angabe im Handbuch.

Was, wenn nur eine kleine Stelle steil ist? Sparen Sie sie aus oder legen Sie eine Insel, siehe Engstellen, Zonen und Inseln.

Reicht ein kleiner Roboter bei leichter Steigung? Bei bis etwa 15 bis 20 Prozent meist, wenn Reserve eingerechnet ist.

Was Sie dafür brauchen